… und es geht weiter! Diesen Sommer wollen wir als Zugabe noch mit dem Auto nach Skandinawien, schließlich muss unser Landy ja auch mal wieder ordentlich bewegt werden. Die letzen zwei Jahre stand der Wagen ziemlich unbeachtet im Hof und ist kaum vom Fleck gekommen. Aber in den letzten zwei Wochen haben wir das Auto richtig schön reisefertig gemacht und können morgen losfahren. Wir wollen viel im Auto übernachten, am liebsten an irgendwelchen Seen. Unser Faltboot und ein Zelt haben wir auch dabei, wir könnten also auch prima eine kleine Kanutour einbauen. Es soll eine ruhige Tour werden, es gibt keine Route und keinen Zeitplan. Der einzige Fixpunkt ist die Mitternachtssonne um die Mittsommernacht in zwei Wochen. Das wollen wir erleben, also müssen wir bis dahin in der Nähe des Polarkreises sein. Heute erledigen wir bei meiner Mutter in Münster noch die letzten Vorbereitungen am Auto und werden mit dem Packen fertig, dann geht es morgen früh los.
Der Plan
Außer, dass wir morgen über Puttgarden nach Schweden wollen, ist nicht viel geplant. Wenn das Wetter mitmacht, werden wir hoffentlich viel Zeit in der Natur verbringen und hin und wieder mal eine Stadtbesichtigung. Wir haben ganz bewusst keinen Reiseführer gekauft, ich will wie bei den Radtouren früher mit Frank einfach drauflosfahren und mal sehen, was es unterwegs so zu sehen gibt. Vielleicht fahren wir durch Schweden hoch und in Norwegen wieder runter, vielleicht auch durch Finnland – mal sehen, hängt vom Wetter und unserer Laune ab.
extrem basteling
Es ist unglaublich, was man alles schaffen kann, wenn man nicht jeden Tag im Büro ist. In den letzten zwei Wochen habe ich einen sehr großen Teil der Dinge am Auto erledigt, die ich schon immer mal machen wollte. Jetzt haben wir endlich zwei ordentliche Dachgepächträger und die Solarzellen sind sauber auf dem Dach montiert. Jetzt haben wir endlich genug Strom für die Kühlkiste, kaltes Bier und Grillfleisch ;-).
In der letzten Woche war ich für 3 1/2 Tage bei einem hobby-schreinernen Onkel im Harz und habe mit ihm zusammen eine neue Inneneinrichtung für das Auto getischlert. Wir haben versucht, all die Punkte zu vermeiden, die uns bei der Indientour so genervt haben und ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden und gespannt, wie es in der Praxis funktioniert. Obwohl wir nur so wenig Zeit hatten, sind die Schränke ziemlich gut geworden. Ich habe jetzt noch 2 1/2 Tage in Kleinigkeiten und Nacharbeiten investiert und die Einrichtung ist sehr komplett.
Große Ziele erfordern große Opfer
Leider fordert die Bastelei auch ihren Tribut. Viele kleine Kratzer und am letzten Samstag hätte ich unsere Pläne fast absagen müssen: Ich hätte mir fast einen Zeh gebrochen. Nach einem blöden Stolpern stand er in einem ziemlich ungesunden Winkel nach schräg oben ab, beim Röntgen zeigt sich aber, das er zum Glück nur ausgekugelt war. Das andere Knie beruhigt sich mittlerweile auch wieder und ich humpele nicht mehr gar so arg. Also: Nix wie los!