Die 2 1/2 Tage Zwangspause in Yangoon haben uns richtig gut gefallen. Zum ersten Mal auf einer Reise haben wir uns wirklich in Ruhe mit einem Ort beschaeftigt ohne dieses ewige Gefuehl „eigentlich wollen wir ja gleich weiter“ im Nacken. Kleinkram in der Stadt erledigen, Cafes ausprobieren, ein Zoobesuch, in der Mittagspause in aller Ruhe Bilder sortieren, quatschen, Schreiben, einfach rumsitzen. Abends dann zum Essen schlendern, ein Bierchen vor dem Guesthouse und ueberall eine grosse Ruhe.
Wir haben uns sogar endlich einmal die Zeit genommen, die Adressliste durchzugehen und haben jetzt die noch fehlenden Leute mit draufgesetzt, denen wir auch versprochen hatten, uns von unterwegs zu melden. Fuer die Neulinge auf unserer Liste: Wir sind schon seit zwei Wochen unterwegs. Ihr habt aber nichts verpasst, denn die alten Mails koennt ihr auf unserer Seite www.tenbaht.de nachlesen. Und fuer den Fall, dass wir euch nerven, findet ihr ganz unten in dieser Mail einen Link, mit dem ihr euch von der Liste abmelden koennt.
Fuer eine weitere Monster-Mail-Session fehlt mir heute die Zeit, denn in einer Stunde muessen wir uns auf den Weg zum Bus nach Bagan machen, also keine Angst 😉
Ich habe fuer euch alle zuhause ein paar Bilder zu Birma rausgesucht. Das Hochladen ist allerdings ziemlich wackelig hier, zum einbauen in die Mails reicht es wohl nicht mehr und vorlaeufig koennt ihr die Bilder nur einzeln sehen. Von diesem Link aus koennt ihr euch der Reihe nach durchklicken, eine bessere Loesung reiche ich (bei einer zuverlaessigeren Leitung) hoffentlich spaeter einmal nach.
Bitte füttern!
Wir waren mal wieder im Zoo. Das machen wir unterwegs immer gerne und die Unterschiede darin, wie mit den Tieren umgegangen wird, sind sehr interessant. Hier wird an jedem Gehege Futter fuer die Tiere verkauft, das die Leute dann kaufen und in den Kaefig reinreichen. Bananen, Mandarinen und Wasserspinat verstehe ich, aber z.B. bei den Affen gibt es auch in Plastikfolie verpackte Bonbons zu kaufen. Und die Leute freuen sich riesig, wenn sie sehen, wie geschickt die Affen die Folie aufbekommen und die Suessigkeit auspacken.
Die andere gruselige Stelle in diesem Zoo war das Elefantengehege. Es steht direkt neben dem Restaurant mit der lauten Musikberieselung und sieht aus wie eine ueberdachte 60er-Jahre Wartehalle an einem Busterminal. Die Elefanten sind an zwei oder drei Beinen an einer kurzen Kette am Boden gefesselt. Die armen Kreaturen sind natuerlich total durch den Wind und schunkeln an ihrer Bushaltestelle die ganze Zeit nur vor sich hin. Einmal taeglich werden sie dann von den Fesseln befreit und sollen Kunststueckchen vorfuehren: Auf einer Rolle balancieren, ueber Podeste steigen und aehnliches. Bis in die 70er gab es soetwas ja bei uns auch noch als Zirkusnummern, ist seitdem aber besser geworden.
Diese Stelle hat weh getan. Gluecklicherweise waren die restlichen Gehege dann aber sehr viel besser angelegt. Sauber und ordentlich gepflegt waren sie alle, die meisten wirkten gross genug und manche waren sogar ganz neu angelegt. Richtig schoen mit naturnahem Freigehege, so wie es an vielen deutschen Zoos auch gerade in Mode ist.

hallo maria und michael,
superabenteuerlich und spannend ….
wir wünschen euch weiterhin alles gute und bedanken uns für den reisebericht
dicken gruß aus ms von maria und temmy