Gestern ging es offenbar wieder Schlag auf Schlag, gleich drei „interessante“ Meldungen auf Heise direkt hintereinander.

Beckstein fordert jetzt auch elektronische Fußfessel für „gefährliche Ausländer, die wir nicht abschieben dürfen“ mit dem Ziel, ihnen den Aufenthalt in Deutschland so unbequem zu machen, dass sie von selber gehen – rausekeln will er sie also.

Wenn jemand nicht abgeschoben werden darf, gibt es einen Grund dafür – in der Regel, weil ihm im Heimatland die Todesstrafe oder Folter droht. Glaubt Beckstein wirklich, jemand liesse sich der Aufenthalt in Deutschland so vermiesen, dass er freiwilig in eine Todeszelle wechselt? Falls ja, dann dürfen wir ja mal gespannt sein, welche Maßnahmen der sonst noch in Petto hat.

Ausserdem bleibt die Frage, warum die Fesseln ausschließlich für Ausländer gedacht sein sollen. Wenn soetwas überhaupt als – wie Beckstein es formuliert – „etwas mildere Möglichkeit“ der Haft eingeführt werden soll, dann doch bitte ganz offiziell als reguläre Maßnahme im Strafrecht. Und nicht über irgendwelche willkürlichen Verordnungen durch die Hintertür.

In BlackBlogX findet sich auch ein lesenswerter Artikel zu diesen Äußerungen Becksteins.

heise online – Bayerns Innenminister will elektronische Fußfessel für „gefährliche Ausländer“