Unterwasser-Photographie

Unterwasser-Photographie

Richtige Unterwasser-Kameras oder auch nur (feste) Kameragehäuse für Taucher sind extrem teuer. Oft kostet das Gehäuse deutlich mehr als die Kamera darin. Zum Glück existieren aber drei bezahlbare und trotzdem brauchbare Alternativen.

Unterschätzt habe ich die Wichtigkeit von Silika-Gel im Gehäuseinneren zum Trocknen der eingeschlossenen Luft. Wenn die feuchte Luft im Gehäuse unter Wasser etwas abkühlt kondensiert sofort Feuchtigkeit aus und die Scheibe beschlägt oft. Allerdings ist mir nicht klar, wie ich es geschafft hätte, das Silika-Gel die ersten drei Monate der Reise über trocken zu halten.

Unterwasser-Einwegkameras

Um die 10 Euro, 27 Bilder, funktionieren gut. Aber eben nur einmal, dafür gibt es aber auch keine Probleme mit beschlagenen Sichtfenstern. Wer mehr Bilder machen will, muss mehrere dieser Kamera herumschleppen. Für den Gelegenheits-Schnorchler sicher interessant, auf einer langen Tour aber etwas unflexibel. Vor Ort sind diese Dinger übrigens unverschämt teuer, 20 oder gar 30 Euro werden verlangt – ohne dabei rot zu werden.

Unterwasser-Einfachkamera

Ab 30 Euro, bei eBay auch weniger. Einfache Fixfocus-Kamera für gewöhnliche 35mm Filmpatronen (400ASA) mit Blitz und motorischem Filmtransport in einem passenden festen Klarsichtgehäuse, wasserdicht bis 20 Meter und schwimmfähig. Mit Klappvisier zur Wahl des Bildausschnitts. Filmnachschub ist auch unterwegs zu vernünftigen Preisen zu beschaffen. Von der Optik sind keine Wunder zu erwarten, aber für den Zweck durchaus ausreichend, leichte Verzeichnungen fallen bei den üblichen Unterwassermotiven nicht negativ auf. Gemessen am Preis eine sehr brauchbare Lösung.

LeClic TUFF

Le Clic TUFF, hergestellt von der Concord Camera Corporation in Hong Kong. In vielen Läden zu kaufen für 30 Euro, bei eBay oft schon für 15 bis 20 Euro (incl. Porto).

Aim & shoot: In Taucherläden oder bei Seaman Sub für ca. 50 Euro. Über technische Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zur Le Clic ist mir nichts bekannt, sie sieht aber exakt identisch aus.

flexible Universal-Unterwassergehäuse

Im Grunde genommen eine besonders stabile, verschließbare Plastiktüte mit einem optischen Fenster. In verschiedenen Größen passend für jede Kamera erhältlich, je nach Größe ab 30 Euro (steil) aufwärts.

So profitiert man direkt von ordentlichen Optiken und vollwertigen Kameras, es fehlt allerdings leider ein Klappvisier, so dass man zu Blindschüssen gezwungen ist. Auf diese Weise sind bei mir sehr viele Bilder mit halben Korallen oder ganz ohne Fische entstanden. Das Display der digitalen Kamera ist wegen der extremen Helligkeit rundrum nicht sichtbar und taugt nicht als Sucher-Ersatz.

Ein großes Problem ist auch der Autofokus der Kamera. Relativ gleichmäßige Strukturen wie Korallen oder auch Personen gehen in wirklich klarem Wasser einigermaßen, aber freischwimmende Fische vor dem offenen Wasser mit dem Autofokus zu treffen ist praktisch unmöglich, die Bilder werden immer unscharf werden. Hier hilft nur eine abschaltbare Automatik und Festeinstellung auf z.B. 1,5m.

Sehr praktisch ist die Flexibilität dieser Hüllen. Für eine Höhlen-Tour lassen sich z.B. eine kleine Taschenlampe und ein paar Kerzen sicher verpacken und erlauben so gefahrlos auch Wasserpassagen. Übrigens sieht ein Höhlensee mit Unterwasserbeleuchtung einfach irre aus.

Nicht ausreichen tut die Flexibilität allerdings für die Bedienung von Dreh- und Schiebeschaltern an der Kamera. Alle Funktionen, die nicht über Tasten erreichbar sind, sind Unterwasser mit diesem einfachen Gehäusen nicht nutzbar, da müsste es dann doch ein vollständiges, festes Gehäuse sein. Die gibt es aber nicht für jede Kamera und sie sind extrem teuer (oft teurer als die Kamera selbst)

Diese Einschränkung betrifft vor allem den Ein/Ausschalter der Kamera und sowie die Blitztaste. Für den Unterwasser-Einsatz ist es also wichtig, dass die Kamera entweder über einen Tastendruck ein- und ausgeschaltet werden kann oder wenigstens die automatische Abschaltung (Powersave) abschaltbar ist. Sonst schaltet sich das Ding irgendwann selbstständig aus und ein Wiedereinschalten ist durch das Gehäuse hindurch nicht möglich – dumm gelaufen. (Mehr zu den Auswahlkriterien für eine passende Kamera)

Auch der Blitz muss mit einem einzigen Tastendruck ein- und ausschaltbar sein. Durch die extrem schwankenden Lichtverhältnisse ist häufiges hin- und herschalten notwendig. Viele Kameras erlauben dies nur über umständliche Menues. Das setzt aber neben Geduld und einem seeeehr langem Atem voraus, dass das Display erkennbar ist – klappt aber wegen der Sonne nicht. Zur Not könnte man den Blitz auch pauschal immer mitlaufen lassen, aber dann werden (unnötigerweise) bei jedem Foto auch die Schwebeteilchen im Wasser durch das Licht stark hervorgehoben und das Foto wird weniger schön.

Die beiden bekanntesten Hersteller solcher Gehäuse sind

  • Aquapac: Mit dem super-praktischen Hebel-Schnellverschluss. Es gibt Gehäuse für praktisch alles, incl. Taschenlampen, Handies und Laptops. Ab 30 Euro.
  • Ewa-Marine: Größeres optisches Fenster, aber nur mit fummeligem Schraubverschluss. Ab 50 Euro.

Eine Antwort auf Unterwasser-Photographie

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