Weihnachtszeit

Weihnachten kommt immer näher und auch die Thais machen mit, Maria ist wieder kurz in Deutschland, Michael hat tatsächlich ernsthaft mit der Projektsuche angefangen und: Es ist kalt geworden! Glühweinwetter in den Tropen.

Frohe Weihnachten!

Ja, es gibt alles hier: Plastikweihnachtsbäume, Weihnachtsbaumkugeln, Rentier-Deko, bunte Lichterketten, das volle Programm an amerikanischem Weihnachtskitsch. Fast jede ordentliche Kneipe hat jetzt irgendwo eine kleines Bäumchen auf der Theke stehen und bei Tesco sind die Süßigkeiten schon seit ein paar Wochen auf einem extra-Tisch schön in rot-gold dekoriert. Aber ansonsten hält es sich mit Weihnachten hier wirklich sehr in Grenzen, und bis vor zwei Tagen war ich weiterhin jeden Morgen zum Frühstück kurz im Pool.

alle reden vom Wetter

… ich auch. Denn es ist kalt geworden. Einfach so, von einem Tag auf den nächsten, ein Temperatursturz um 12 (!) Grad. Mittwoch noch wie immer 33 Grad und blauer Himmel, Donnerstag dann wieder dieser seltsam kalte Wind, der schon Ende Oktober den abrupten Wechsel vom Regen- zur Trockenzeit angekündigt hat. Gestern waren es dann nur noch 20,7 Grad als Tagesmaximum, dazu Nieselregen. Das war der kälteste Tag, den ich jemals hier erlebt habe. Und der erste Regen seit Oktober.

Ende November gab es schon einmal eine kurze Kältewelle. Da wurde allen Ernstes darüber nachgedacht, für den Norden den Notstand auszurufen und es wurden bereits warme Decken und dicke Jacken an Bedürftige verteilt. Da waren es 150km weiter im Norden, in Chiang Rai, dreimal hintereinander nachts 13 Grad.

Ich weiss, Mitleid gibt es von euch dafür nicht, aber hier haben die Häuser hauchdünne Wände und weder Isolation noch Heizung, die halten warm wie ein Zelt. 13 Grad nachts in der Ebene bedeutet knapp über Null in den Bergdörfern und entsprechend um die 5 Grad in den Häusern dort. Da ist eine gute Decke schon wichtig.

Ich habe jedenfalls mittlerweile herausgefunden wie Gewürznelken und Sternanis auf Thai heissen und hoffe, dass ich für heute abend alles für einen ordentlichen Glühwein zusammenbekomme ;-)

Arbeiten

Doch, das ist auch weiterhin die Idee und kommt langsam in Schwung. In den letzten zwei Wochen habe ich eine ganze Reihe europäischer Firmenbesitzer und Angestellte kennengelernt. Unter anderem einen Möbelfabrikanten, einen Schmuckproduzenten und sogar einen Hersteller von Fetischklamotten aus Lack und Leder – hier gibt es echt alles ;-) Zwei Elektronikhersteller habe ich auch schon besucht, der eine sieht im Moment ziemlich vielversprechend aus. Mal sehen, was da noch so rauskommt.

Leute

Michaels 40. Geburtstag

Es kommt gerade alles auf einmal. Mein 40. Geburtstag musste natürlich ordentlich gefeiert werden, dazu hatte ich in Oi’s Restaurant, das “Nine Lives”, eingeladen. Die Besitzerin Oi (gesprochen “Oi?”, nicht zu verwechseln mit ihrer Freundin, die sich “Oi!” ausspricht. Zwei total verschiedene Namen, behaupten die Thais ganz treuherzig. Ob ich dieses Ding mit den drei Tönen je hinkriegen werde?) war dann allerdings mit der Gästeanzahl überfordert. Fast alle eingeladenen sind gekommen, statt der angekündigten 12 waren wir ungefähr 25. Die Küche hat rotiert.

sogar ein eigener Buddha steht in unserem Traumhaus

Am Tag drauf waren wir dann bei Cat und Nicki zur Hauseinweihung eingeladen. Sie haben genau das Haus gefunden, von dem ich bisher immer nur geträumt habe und von dem ich nicht erwartet hatte, das es tatsächlich real existiert. Ein tolles klassisches Thai-Holzhaus mit zwei Etagen und riesige Veranden auf einem großen Grundstück mit Wald, Bananen, Sonne, Schatten und viel Platz. Und das allerbeste ist ein kleines Felstal direkt hinterm Garten: Ein Bach ist dort mit einem Damm zu einem Naturpool von 20x50m aufgestaut und unterhalb gibt es einen kleinen Wasserfall als Dusche. Unglaublich!

Vorher hat dort für ein paar Jahre ein Mönch gelebt und das Haus als Meditationsplatz genutzt. Deshalb haben die beiden Frauen das Haus auch nur mit der Auflage bekommen, dort keine lauten Parties zu veranstalten und keinen Alkohol ins Haus zu bringen. Irgendeinen Haken muss es ja geben…

ein sehr lustiger Abend mit Marie und ein paar verrückten Engländern.

Und wie ihr auf dem Bild seht, war mein letzter Couchsurfing-Besuch auch wieder ein Volltreffer ;-) Wir waren mit ein paar Leuten in der Stadt und plötzlich fing Marie an, eimerweise Whisky-Cola anzuschleppen. Vielleicht war es ganz gut, das sie dann später mit jemandem aus der Gruppe verschwand und bis zum nächsten Abend nicht mehr gesehen wurde. Venessa, eine zweifache Großmutter in Marias Alter und mit viel Lebenserfahrung, hatte mich jedenfalls schon gewarnt: “Michael, you are in soooo big trouble tonight ;-)”

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