Der Plan

So langsam wird es ernst

Träumen, Reisebücher lesen und praktische Informationen sammeln tun wir schon länger. Jetzt sind mittlerweile auch Familie, Freunde und Kollegen bereits informiert – es wird ernst mit unserer Fahrt.

Nach Thailand soll es gehen – aber diesmal mit dem Auto.

Wenn uns die Politik bis dahin nicht doch noch einen großen Strich durch die Rechnung macht, soll es die Südroute werden: Durch die Türkei, den Iran und Pakistan nach Indien, dann die Verschiffung des Wagens weiter nach Thailand oder Malaysia.

Durch Indien fahren wir natürlich nicht einfach nur durch, das Land ist keine Transitstation, sondern wohl eher eine eigene Reise wert. Wir werden also einige Zeit dort verbringen, Bangladesch und Sri Lanka möchten wir auch besuchen. Am elegantesten wäre dann natürlich die Weiterfahrt durch Burma, aber leider dürfen Ausländer nur mit dem Flugzeug ein- und ausreisen. Vielleicht passiert ja unterwegs noch ein Wunder und wir können uns doch irgendwie durch Burma hindurchzaubern.

Entstehung der Routenplanung

Die Einzelheiten der Route verändern sich noch immer ständig, aber wir hoffen, jetzt das endgültige Grundgerüst gefunden zu haben. Bis Mitte Januar war von uns die Nordroute geplant: Durch Sibirien mit einem Abstecher in die Mongolei nach Wladivostok, weiter mit dem Schiff nach Südkorea und von dort dann wieder mit dem Schiff nach Thailand.

Aus beruflichen Gründen mussten wir den Starttermin mittlerweile von Ende April auf Ende August oder Anfang September verschieben – viel zu spät, um noch vor dem sibirischen Winter das japanische Meer zu erreichen. Also: Indien! Und Sibirien können wir uns ja immer noch für den Rückweg irgendwann später einmal vormerken.

Zeitplanung

Eine genaue Zeitplanung gibt es nicht, nur die Bedingung, dass ich spätestens nach einem Jahr wieder in einem Projekt stecken möchte, um keine allzu große Lücke in der Projekthistorie entstehen zu lassen. Wir wollen nicht die gesamte Zeit nur fahren, sondern zwischendurch auch länger an schönen Orten bleiben. Perfekt wäre es natürlich, wenn sich die Gelegenheit bieten würde, unterwegs ein mehrmonatiges Projekt annehmen zu können (wer für Mitte 2007 einen freiberuflichen Embedded-Entwickler sucht: Bitte melden :-) ).

Wir wollen im Sommer, wohl etwa Ende August, losfahren, im September durch den Balkan und die Türkei fahren, den Oktober im Iran verbringen, fix durch Pakistan und dann etwa mitte November in Indien eintreffen. Dort werden wir uns ausführlich umsehen und feststellen, wie wir auf das Land reagieren: Entweder es geht uns enorm auf die Nerven und wir wollen schnell weiter oder wir bleiben eine ganze Weile.

Problematisch könnte unterwegs die Lage im Iran werden. In den letzten Jahren hatte das Land bei Reisenden einen recht guten Ruf und galt als unproblematisch – es bleibt nur zu hoffen, dass es noch bis mindestens zum Herbst auch so bleibt und niemand die Provokationen Ahmadinedschads zu ernst nimmt.

Deshalb werden wir versuchen recht zügig den Iran zu erreichen und uns weder auf dem Balkan noch in der Türkei übermäßig lange aufhalten – nicht dass am Ende noch die iranische Grenze kurz vor unserer Ankunft geschlossen wird.

Der zweite Grund zur Eile ist das pakistanische Visum. Die pakistanische Botschaft in Teheran verlangt (wohl auf Drängen der Deutschen) zur Erteilung des Visums ein Empfehlungsschreiben der deutschen Botschaft. Dieses Schreiben stellen die Deutschen aber nicht für die Einreise über Land, sondern nur bei Vorlage eines Flugtickets aus. Also müssen wir uns das Visum schon in Deutschland besorgen, haben dann aber nur noch drei Monate Zeit, um an der pakistanischen Grenze anzukommen, sonst verfällt es.

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