Koh Tarutao

Koh Tarutao ist völlig anders als seine Nachbarinseln

Niemand besucht Tarutao wegen seiner Strände. Insgesamt verströmt die Insel ähnlich viel Tropenfeeling wie der Biggesee im Sauerland. Die raue Küstenlandschaft mit viel Nadelwald erinnert eher an einen skandinavischen Binnensee. Die Insel eignet sich allerdings erstklassig für Dschungelwanderungen und Campingausflüge, alles Notwendige wird im Hauptquartier des Tarutao-Nationalparks verliehen. Wir wurden zwar schon vor der Qualität der Zelte gewarnt, haben es aber trotzdem drauf ankommen lassen und eine kleine Zwei-Tages-Wanderung auf die andere Seite der Insel zu den Resten des alten Gefängnisses unternommen. Wir konnten feststellen: Ja, die Gerüchte sind wahr. Die Zelte sind Schrott. Nicht wasserdicht und zu klein.

Das alte Straflager

Bis kurz nach dem 2. Weltkrieg war Koh Tarutao eine Gefängnisinsel. Von dem ehemaligen Hochsicherheitsgefängnis ist heute fast nichts mehr zu sehen, interessant ist allerdings die Natur an der Stelle, wo es früher gestanden hat. Es gab keine Zäune auf der Insel, die Gefangenen waren durch die damals noch reichlich vorkommenden Krokodile, Schlangen und Haie ausreichend motiviert, das Lager nicht zu verlassen. Es hat nie eine (erfolgreiche) Flucht gegeben.

Eine große Echse

Haie und Krokodile gibt es hier heute nicht mehr, aber wir haben wenigstens noch eine große schwimmende Echse (einen Waran?) am Strand beim Fressen gesehen. Von der Schnauze bis zum Schwanz war das Reptil gut 1,5m lang. Und im Wald gibt es zahlreiche Affen, die sich mit ein klein wenig Geduld auch von den Wanderwegen aus beobachten lassen.

Der Landungssteg an der Westküste

Der ehemalige Landungssteg des Gefängnisses wurde wieder aufgebaut, heute legen hier manchmal Ausflugsboote an.

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