Ein neues Spielzeug

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Ich konnte es einfach nicht lassen und habe mir jetzt doch ein  eues Spielzeug gekauft: Ein richtiges Smartphone! Android natuerlich, eins mit jeder Menge Infos und Mods im  Netz: Wellcom A88, in Europa gibt es das unter dem Namen Motorola Greco. Nettes Geraet, und eigene Programme lassen sich dafuer auch sehr einfach schreiben.

Die erste Installation war jetzt aber erstmal ein WordPress-Tool. So kann ich mal eben schnell ein Bild schicken und etwas dazu schreiben – vielleicht melde ich mich dann ja mal etwas regelmaessiger. Und kurz werden die Texte dann auch, denn Romane lassen sich an so einer Touchscreen-Tastatur ganz sicber nicht schreiben.

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Maria allein zuhaus

Übermorgen kommt Michael wieder zurück. Ich kann es kaum erwarten, ihn endlich wieder zu sehen, wenn ich auch in dieser Zeit immer gut beschäftigt war. So hatte ich mal Zeit, das Haus so richtig auf Vordermann zu bringen. Auch im Garten war immer etwas zu tun. Doch all zu viel gab es im Garten nicht zu tun, denn: die Regenzeit hat anscheinend wieder angefangen. Normalerweise schnellen die Temperaturen im März  sowohl tagsüber als auch nachts ziemlich in die Höhe. Doch ich saß hier mit dicken Sachen und war und bin immer noch glücklich, dass unser Haus  verschließbare Türen und Fenster hat. Ich war mir nicht zu schade, Unterhemd und Socken  zu tragen. Da fehlte mir auch nicht der Pool, den wir abgebaut haben, da die Pumpe seinen Geist aufgegeben hat. Ich genoß eher die heiße Dusche. Noch ein paar Tage, dann ist  der Spuk vorbei, hoffentlich! Sonst müssen wir Mitte April Songkran, das buddhistische Neujahrsfest, noch ausfallen lassen, und das ist doch Michaels Leidenschaft;-) Das möchte ich nicht erleben.

Aber es ist ja auch nicht so, dass ich nur zuhause herum sitze. Nein, denn ich hatte sogar  “Männerbesuch” aus Deutschland. Ein guter Freund aus Heidelberger Zeiten und sein Kumpel machten mit “Neckermän”  eine Rundreise durch Thailand. So führte sein Weg auch nach Chiang Mai. Nachdem wir uns ca. sieben Jahre nicht mehr gesehen hatten, gab es natürlich viel zu erzählen. Aber leider sahen wir uns nur für einen Abend;-(

Doch ich hatte auch schon wieder etwas vor:  Zwei Tage später bin ich für eine Woche in ein buddhistisches Meditationszentrum gegangen. Ich war sehr gespannt und aufgeregt, was mich da wohl erwarten würde.  Am Nachmittag gab es eine Eröffnungszeremonie und eine Einweisung in die Meditationsformen. Es gab eine Lauf- und eine Sitzmeditation, die dann von Tag zu Tag erweitert wurden. Nun galt es, sich darauf zu konzentrieren. Und das war der ausschlaggebende Punkt. Ich spürte, dass es von Mal zu Mal besser wurde. Aber ich mußte auch immer wieder Rückschläge einstecken. Aber im nachhinein war die Woche eine super Sache. Ich kann es nur allen empfehlen, die für so etwas offen sind. Wenn ihr lust habt, dann schaut euch doch mal die Seite an: www.fivethousandyears.org  Die anderen sollten es sich auch noch einmal überlegen;-) -Doch am Anfang wußte ich nicht so recht, was ich von allem halten sollte. Wir hatten alle weiße Kleidung an. Die Leute, die mir auf dem Gelände entgegen kamen, wirkten alle sehr abwesend. Sie waren völlig in sich gekehrt, guckten mich gar nicht richtig an. Es wirkte wie auf einer geschlossenen Abteilung. Beim Essen hatte jeder sein kleines Tischchen, auf dem auch ein Zettel lag, auf dem stand, welche Gedanken wir uns über das Essen machen sollten. Jeder war für sich , und reden war insgesamt untersagt. Aber, könnt ihr euch vorstellen, ich und schweigen? Es war nicht einfach. Ich hatte eine nette Deutsche, Rike, kennen gelernt, mit der ich mich sehr gut verstanden habe. Sie wohnt ca. 100km von Chiang Mai entfernt und wir wollen in Kontakt bleiben. Wie schon gesagt, wir haben uns dann oft flüsternd unterhalten.  Unser Tagesablauf war folgendermaßen:

5:00Uhr aufstehen

5:30Uhr Dhamma Talk (die buddhistische Lehre)

7:00Frühstücken

11:00Uhr Mittagessen (letzte Mahlzeit am Tag)

13:30 Uhr Meditationsgespräch mit Mönch

18:00 Uhr Chanting

21:30 Nachtruhe

In den Zwischenzeiten haben wir meditiert. Das Zentrum  wurde von einem Mönch geleitet, der unser “teacher” war, einem jüngeren Mönch, der mit uns das Chanting gemacht hat, und von einem jüngeren ehemaligen Mönch, der für das Büro zuständig war und uns begrüßt und auch eine Einführung gegeben hat. Er ist bis Dezember 2010 im Kloster gewesen und hat dann seine Tracht abgelegt. Im Buddhismus ist das möglich. Übrigens, nach ein paar Tagen lief ich genau so herum wie die anderen: Völlig entspannt und ausgeglichen:-)

Abends sind wir oft zum Tempelgelände des Wat Phradhat Doi Suthep gegangen, zu dem das Zentrum gehört. Wir hatten den Tempel mit ein paar Mönchen und vereinzelten Touristen für uns ganz allein. Die goldene Stupa mit den goldfarbenden Glöckchen, die goldenen Buddhafiguren und das Gold, zum Teil goldfarbend, an den Gebäuden. Alles leuchtete im gelben Licht. Es ist unfassbar! Du bist einfach nur noch berauscht. Und dann noch der Blick vom Tempelgelände auf die Stadt Chiang Mai. Alles bei Nacht. Ihr müßt einfach kommen und es mit eigenen Augen sehen. Das war jetzt eine Einladung;-)

Doch was am Donnerstag passierte, hatte ich vorher noch nicht erlebt. Ich lag gegen 21:00 Uhr in meinem Bett und laß noch ein wenig über die Vipassana (Vi-klar, Passana-sehen) Meditation. Auf einmal klappert das Dach, das ganze Haus schüttelte. Ich dachte nur, oh ist das witzig, das Haus rumpelt. Doch dann: Oh mein Gott, ich glaube, das ist ein Erdbeben. Im Nuh stand ich und bin direkt aus meinem Zimmer auf den Weg gelaufen. Auch die anderen kamen . Eine brachte sogar ihr Kopfkissen und die Schlafdecke mit. Das fand ich schon merkwürdig. Rike hatte alle ihre Wertsachen eingepackt und ist raus. Und ich habe nur an mein nacktes Leben gedacht.- Es gab noch ein kleines Nachbeben, aber das habe ich nicht mitbekommen. Wahrscheinlich, weil ich gerade wie wild nach einer Netzverbindung gesucht habe, um meinen Nachbarn an zu rufen und zu fragen, was denn los sei. Hat zum Schluß auch geklappt.

Nach einer Woche ging ich dann schweren  Herzens wieder nach Hause. Der Abschied fiel mir wirklich nicht leicht. Aber ich werde wieder kommen, das weiß ich!

Gut, zu Hause war alles beim alten. Dachte ich. Sogar die trächtige Katze lief mir über den Weg. Ah, ja, O.K. -Gestern abend habe ich dann noch einmal den Garten gesprengt, kann ja nicht schaden. Als ich wieder im Haus war, hörte ich ein leisen fiepen. Ich bin dann in die Richtung gegangen, von wo es her kam, aber ich sah nichts. Also ging ich wieder ins Haus. Als ich noch einmal nach draußen ging, hörte ich schon wieder das Fiepen. Nah, dann will ich noch einmal nachschauen. Und siehe da, meine rotgetigerte Katze aus dem Wurf vom März! letzten Jahres lag in der gleichen Ecke, wo schon ihre Mutter gelegen hat, und vier klitze-kleine Kätzchen, drei rote und ein schwarzes, lagen bei ihrer Mama. Sie sind einfach goldig. Wer da wohl der Vater war? Mein geliebter kleiner schwarzer Kater, der auch erst im letzten Jahr geboren wurde. Haben sich also meine beiden Lieblingskatzen gefunden:-) Ob die zweite trächtige Katze aus unserer Nachbarschaft auch in unseren Garten hinter der Zierbanane werfen wird. Doch sie habe ich noch nicht wieder gesehen. Vielleicht hat sie ein anderes kuscheliges  Eckchen gefunden.

Gerade kommt die Sonne heraus. Das muß ich nutzen:-)

Bis zum nächsten mal

eure Maria

Sorry, die E-mail ist ja viel zu lang geworden!

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Auf in die Kälte

Sunset Beach auf Koh Lipe

Ist die letzte Rundmail wirklich schon wieder so lange her? Da muss ich ja wohl mal eine kurze Statusmeldung machen. Inzwischen ist die kalte Jahreszeit vorbei und in ein paar Tagen beginnt die heisse Zeit. Wir hatten Besuch aus der Heimat von einem alten Schulfreund und Michael fährt morgen zu einem kurzen Besuch nach Deutschland: Es ist immer etwas los. Weiterlesen

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Frohes Neues!

Wir haben es hier schon hinter uns, ihr noch vor euch. Hier ist schon 2011, bei euch noch 2010. Eigentlich haben wir jetzt sogar schon 2554, aber der Vergleich ist natürlich nicht fair. Dieses Sylvester hatte ich das Glück, dass in Chiang Mai ein großer Feuerwerkswettbewerb stattfand. Den ganzen Abend über, insgesamt sieben Mega-Feuerwerke, jeweils knapp 20 Minuten, dazu Musik. Insgesamt über zwei Stunden Feuer aus allen Rohren – der Wahnsinn! Weiterlesen

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Frohe Weihnachten!

Weihnachtsessen mit Dana und Jimmy

Hirschbraten mit Pilzsoße und Preiselbeeren, dazu ein schöner Rotwein. Natürlich nicht so gut wie Marias Braten, aber so ein klein wenig weihnachtlich habe ich es hier heute abend dann doch hinbekommen.

Seit zwei Tagen habe ich Besuch von Dana und Jimmy, einen sehr netten Päärchen aus den USA. Ich war mir nicht so ganz sicher, ob ich wirklich Leute über Weihnachten hier haben will. aber die beiden waren wieder ein echter Glücksgriff und es macht richtig Spaß, sich mit ihnen über Adventskränze, Thanksgiving und den Fluch kalter Winter zu unterhalten. Wusstet ihr, das es in Amiland keine Adventszeit gibt? Keine Kränze, keine Kerzen, nichts. Weiterlesen

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Weihnachtszeit

Frohe Weihnachten!

Weihnachten kommt immer näher und auch die Thais machen mit, Maria ist wieder kurz in Deutschland, Michael hat tatsächlich ernsthaft mit der Projektsuche angefangen und: Es ist kalt geworden! Glühweinwetter in den Tropen. Weiterlesen

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Lichterfest in Mae Jo

Wir starten unseren Ballon

Seit zwei Wochen ist hier schon die ganze Stadt mit bunten Laternen geschmückt und alles hat sich für den Höhepunkt des Laternenfest am letzten Wochenende vorbereitet. Nachts sind alle Tempel und viele Privathäuser wunderschön beleuchtet und überall lassen die Leute kleine Heissluftballons steigen. Nicht nur ein paar, sondern tausende, der gesamte Himmel ist voll von Lichtern. Der Höhepunkt der Ballon-Zeit war dann am letzten Samstag hier in der Nähe, in der Kleinstadt Mae Jo: Ein Massenstart von 5000 Ballons gleichzeitig. Ich hatte vorher schon Bilder von diesem Ereignis gesehen, aber aus der Nähe war es dann noch beeindruckender als ich es mir vorgestellt hatte. Die Hitze der Flammen überall vor dem Start und später dann eine Wolke aus Licht um uns herum – unbeschreiblich. Deshalb spare ich mir lange Texte und zeige euch auf der Webseite einige Bilder. Weiterlesen

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Hochwasser

In den deutschen Zeitungen habe ich noch nicht allzuviel darüber gelesen, aber hier in Thailand gab es in den letzten vier Wochen die schwersten Regenfälle und Überschwemmungen seit mindestens 50 Jahren, in vielen Landesteilen sogar die schwersten Überschwemmungen jemals. Etliche große Städte stehen zwei oder drei Meter unter Wasser, zum Teil schon seit gut drei Wochen und es wird noch ein paar Wochen dauern bis alles wieder ablaufen kann. Insgesamt stehen im Moment ungefähr 1 Million Häuser unter Wasser und es sind schon über 120 Leute ertrunken. Weiterlesen

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Pol Pots Ende und eine lange Busfahrt

Nach einem Blitz- und Überraschungsbesuch bei einem Artenschutzprojekt des Münsteraner Zoos bei den Felsreliefs von Kbal Spean fahren wir weiter nach Anlong Veng, dem letzten Hauptquartier der Roten Khmer, wo der Bürgerkrieg erst vor 12 Jahren zu Ende ging.

Beim Frühstück entscheiden wir uns doch keinen Ruhetag einzulegen und machen uns stattdessen direkt auf den Weg zurück nach Thailand. Und tatsächlich läuft schon wieder alles wie am Schnürchen und schon am nächsten Tag, also heute, sind wir wieder in Chiang Mai. Zurück von der wohl unverplantesten und schönsten Reise, die wir bisher erlebt haben. Weiterlesen

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Kambodschas Norden

Auf thailändischer Seite liegen noch immer Minen

Alles ist Braun. Schön gleichmäßige Bräune überall. Selbst das ehemals überwiegend weisse T-Shirt nimmt so langsam aber sicher diesen Einheitston an, die Haare auch und die Schuhe sowieso. Die (fehlende) Qualität der Straßen in Kambodscha ist berühmt-berüchtigt, aber so staubig hatte ich es mir hier wirklich nicht vorgestellt, immerhin ist gerade jetzt der Höhepunkt der Regenzeit. Zwischendurch gibt es auch durchaus mal sehr kräftige Schauer, die die Wege in in Null-komma-nix knöcheltief unter Wasser setzen und das Braun ein wenig abspülen, aber spätestens eine Stunde danach staubt die Straße schon wieder.

Wir sind über einen winzigen Grenzübergang im Norden von Kambodscha eingereist und haben in den ersten drei Tagen keinen einzigen Ausländer gesehen. Dafür aber riesige Mengen von unglaublich fröhlich strahlenden Gesichtern. Besonders natürlich die der Kinder, aber auch die Erwachsenen winken und grüßen überall. Weiterlesen

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